LaCinetek

LaCinetek wurde 2015 in Frankreich von Pascale Ferran, Laurent Cantet und Cédric Klapisch, Mitgliedern der SRF, ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Filmklassiker aus aller Welt einem breiten Publikum über eine Video on Demand Plattform zugänglich zu machen. Zum Konzept der Website gehört es seitdem, dass die Filme von Regisseurinnen und Regisseuren ausgewählt und kommentiert werden. Bis heute haben mehr als 64 Regisseurinnen und Regisseuren aus aller Welt, darunter Maren Ade, Leos Carax, Costa-Gavras, Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne, Todd Haynes, Christoph Hochhäusler, Aki Kaurismaki, Lodge Kerrigan, François Ozon, Park Chan-woo, Christian Petzold, Ira Sachs, Céline Sciamma, Bertrand Tavernier, Joachim Trier, Agnès Varda, Apichatpong Weerasethakul und Wim Wenders, mehr als 1500 Filme zusammengestellt, zahlreiche davon sind ausschließlich über LaCinetek zugänglich.

LaCinetek kann als web-basiertes Angebot mit einer Vielzahl von Browsern auf verschiedensten Devices genutzt werden. In den nächsten Entwicklungsstufen werden wir LaCinetek für mobile und TV-Apps zugänglich machen.

Unsere Geschichte

LaCinetek wurde aus einem Traum von Filmemachern und Filmliebhabern geboren. Dieser Traum begann im Jahr 2013 auf einem Pariser Bürgersteig.

Alain Rocca, Präsident von UniversCiné (der ersten VoD-Plattform für Autorenfilme), sprach bei einem Treffen in der Société des Réalisateurs de Films über Kino und Video on Demand.

Drei der Anwesenden waren die Regisseure Pascale Ferran, Cédric Klapisch und Laurent Cantet. Im Zentrum der Diskussion stand schnell der Mangel legaler Angebote im Internet für sogenannte "heritage"-Filme.

Aus dem Gespräch über die Schwierigkeiten, die wichtigsten Werke der Filmgeschichte im Kino zu sehen und die Unterrepräsentation dieser Filme im Fernsehen, erwuchs der Traum, eine solche Website zu schaffen.

Bei dem Treffen sprach Alain Rocca über ein Projekt von UniversCiné, dessen Ziel die Schaffung eines Labels für die großen Filmklassiker war.

Trotz der perfekten Beherrschung der technischen Aspekte, stellte sich noch immer die Frage nach einer Redaktionsleitung für diesen Dienst: Wer würde die Filme auswählen?

Wenige Minuten später wurde aus dem Traum eine konkrete Idee: Eine VOD-Site, die dem Kino des 20. Jahrhunderts gewidmet ist – kuratiert von Filmschaffenden aus der ganzen Welt.

In den folgenden Wochen wurde das Projekt weiterentwickelt. Die drei Regisseure entwarfen ein redaktionelles Konzept und suchten nach Filmschaffenden, die Filme auswählen und UniversCiné stellte die technische Organisation des Dienstes zur Verfügung

Dank der engen Zusammenarbeit wurde der Traum Realität.

LACINETEK IST EIN VON DER "LA CINÉMATHÈQUE DES RÉALISATEURS" GEGRÜNDETER VEREIN

"La Cinémathèque des Réalisateurs" ist ein Verein, der 2014 von der SRF (Société des Réalisateurs de Films) und LMC/UniversCiné gegründet wurde.

Von Anfang an bestand der Wunsch, den Verband so weit wie möglich für andere Organisationen und Filmschaffende zu öffnen. ARTE, INA (Institut National de l'Audiovisuel) und die Cinémathèque de Toulouse traten bald dem Verband bei. Ihnen folgten Lobster Films, Gaumont, StudioCanal, La Cinémathèque Française sowie Olivier Assayas und Bertrand Bonello unter eigenen Namen und Michel Hazanavicius für die ARP.

Die Leitung von LaCinethek hat derzeit Pascale Ferran inne. Ihr gesetzlicher Auftrag ist „die Verbreitung und Bewahrung des cineastischen Erbes durch das schaffen und betreiben eines Video-on-Demand-Angebots, das den großen Filmen des 20. Jahrhunderts gewidmet ist und von Filmschaffenden aus der ganzen Welt kuratiert wird.“ LaCinethek ist offen für alle Unternehmen, die ihre Werte und Ziele teilen und die Weiterentwicklung des Dienstes unterstützen wollen.

Bei ihrer Gründung erhielt sie eine entscheidende finanzielle Unterstützung durch die CNC und die Region Ile de France, die die Eröffnung der Plattform ermöglichte. Seit Oktober 2017 wird sie auch durch das Medienprogramm der Europäischen Kommission unterstützt.

DER SCHLÜSSEL ZUR ENTDECKUNG DER BESTEN FILME IST DIE HINGABE DER FILMSCHAFFENDEN

La Cinetek basiert auf der aktiven Mitwirkung und Hingabe der Kurator*innen. Sie erstellen die Filmlisten im Katalog und schaffen einen Mehrwert, der über das reine Filmangebot hinausgeht.

62 Filmschaffende sind derzeit mit LaCinetek verbunden.

Diese sind:

Maren Ade, Olivier Assayas, Jacques Audiard, Nabil Ayouch, Bertrand Blier, Bertrand Bonello, Bong Joon-ho, Robin Campillo, Laurent Cantet, Leos Carax, Alain Chabat, Costa-Gavras, Luc Dardenne, Jean-Pierre Dardenne, Raymond Depardon, Arnaud Desplechin, Jacques Doillon, Atom Egoyan, Pascale Ferran, WilliamFriedkin, Christophe Gans, Miguel Gomes, James Gray, Robert Guédiguian, José Luis Guerín, Alain Guiraudie, Mahamet- Saleh Haroun, Todd Haynes, Michel Hazanavicius, Christoph Hochhäusler, Agnès Jaoui, Jean-Pierre Jeunet, Aki Kaurismäki, Lodge Kerrigan, Cédric Klapisch, Hirokazu Kore-Eda, Gérard Krawczyk, Kiyoshi Kurosawa, Nadav Lapid, Claude Lelouch, Noémie Lvovsky, Patricia Mazuy, Luc Moullet, Cristian Mungiu, François Ozon, Christian Petzold, Park Chan-wook, Nicolas Philibert, Bruno Podalydès, Lynne Ramsay, Christian Rouaud, Ira Sachs, Pierre Salvadori, Marjane Satrapi, Jerry Schatzberg, Céline Sciamma, Bertrand Tavernier, Joachim Trier, Agnès Varda, Apichatpong Weerasethakul, Wim Wenders, John Woo

Jeden Monat wird ein*e Filmemacher*in eingeladen, um sich diesen Regisseur*innen anzuschließen.

Das Engagement der Kurator*innen, angereichert mit zusätzlichen Angeboten, ist der Schlüssel zur Wieder- und Neuentdeckung der Filme. Dies ist unsere Antwort auf die kommerziellen, auf Empfehlungsalgorithmen basierenden Angeboten die heute üblich sind.

Kleine Filme, sogenannte "Boni", die von den kuratierenden Filmschaffenden kreiert wurden, erweitern den Katalog um exklusive Inhalte zu den Filme im Katalog. Sie werfen einen cinephilen Blick, der die Entdeckung von Kinofilmen fördert.

DIE SPIELREGELN

LaCinetek hat sich folgende Regeln gesetzt: :

1. Der Katalog der auf der Website verfügbaren Filme besteht ausschließlich aus Filmen, die von Regisseur*innen aus der ganzen Welt ausgewählt wurden.

2. Alle Filmschaffenden, die sich bereit erklären, LaCinetek beizutreten („Kurator*innen“ oder „kuratierende Filmschaffende“ genannt), stellen eine Liste von etwa fünfzig Filmen zusammen, die auf der eigenen "idealen Kinemathek" basieren (Lieblingsfilme, die Werke, die sie geprägt haben oder die einen besonders großen Einfluss auf das eigene Werk haben).

3. Diese Filme müssen aus der weltweiten Filmproduktion vom Beginn des Kinos bis einschließlich aus dem Jahr 2000 stammen (Spiel- oder Kurzfilm, Fiktion, Animation, Dokumentarfilm, Experimentalfilm...). Die Kurator*innen können jedoch keinen Film auswählen, den die selbst inszeniert haben. Eigene Filme können natürlich von anderen ausgewählt werden.

4. Diese Listen bilden den Filmkatalog von LaCinethek. Einzelne Filme können von mehreren Personen ausgewählt werden.

5. Die persönliche Liste der Filmschaffenden erscheint auf der Website in der Reihenfolge, in der er/sie es für richtig hält. Dies kann eine Präferenzordnung, eine chronologische Reihenfolge, eine alphabetische Reihenfolge (nach Titel oder Regisseur*in) oder eine persönliche Reihenfolge sein, die nur für den/die Autor*in verständlich ist.

6. Die Kuratierenden können dieser Liste auf Wunsch einen kurzen Text beifügen, in dem sie die Gründe für ihre Wahl ganz oder teilweise erläutern.

7. Für den Fall, dass die Rechte an einem ausgewählten Film nicht erworben werden können, erscheint der Film weiterhin in der Liste mit einer Aussage über den Stand der Situation ("noch nicht verfügbar", "Kopie nicht verfügbar", "Verhandlung laufen", "Film ist derzeit in Bearbeitung", "bald verfügbar").

8. Mindestens einmal im Monat erscheint auf der Website die Liste eines neuen kuratierenden Filmschaffenden. Diese wird auf der LaCinetek-Startseite hervorgehoben.

9. Die Nutzer*innen der Website werden gebeten und ermutigt, uns zu helfen: Entweder indem sie uns Informationen über die Rechte an bestimmten "nicht verfügbaren" Filmen zur Verfügung stellen oder auf das Vorhandensein von sogenannten "Archiv"-Boni hinweisen, die sie kennen oder auf der Website sehen möchten.