Vogelfrei

Sans toit ni loi
von Agnès Varda 1h46min Frankreich 1985
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Filmangaben im Detail

Vogelfrei
von Agnès Varda

Ein nordafrikanischer Landarbeiter entdeckt die über Nacht erfrorene Mona in einem Weinberg. Danach werden in kurzen Rückblenden und aus dem Blickwinkel verschiedener Personen Episoden aus den letzten Wochen der Vagabundin Mona gezeigt, meist flüchtige Begegnungen unter anderem mit einem Tankstellenpächter, einer Professorin, die Bäume erforscht und sie im Auto mitnimmt, einem Intellektuellen und Aussteiger mit eigener Ziegenzucht oder einem tunesischen Landarbeiter in einem Rebfeld. Sie wird von einem Friedhof vertrieben, auf dem sie campt, und bekommt Angebote, in einem Pornofilm mitzuspielen und einen Kartoffelacker zu bepflanzen.

Immer zieht Mona nach kurzer Zeit weiter, wenn sie ihre Freiheit bedroht sieht. Das Ende von Mona ist ebenso zufällig: Übermüdet wandert sie, nachdem sie durch einen Brand ihre wenigen Habseligkeiten verloren hat, weiter durch ein Feld, stolpert in einen Graben und bleibt liegen. Mona selbst bleibt rätselhaft. Sie erweckt die unterschiedlichsten Gefühle und lädt in ihrer Schroffheit und Kühle nicht zur Identifizierung ein. Sie spricht kaum über ihre Vergangenheit. Nur an einer Stelle gibt sie etwas von sich preis und erzählt, dass sie früher Büroangestellte war.


Agnes Varda bedient sich in dem Film der Erzählstruktur von Orson Welles’ Klassiker Citizen Kane, wie sie selbst in einem Interview andeutete: Was Citizen Kane so interessant macht, ist die Art, wie Welles über den Mann erzählt – er lenkt den Blick auf das, was andere über ihn denken. Statt auf einen reichen Pressemogul wendet Varda diese Erzählweise auf eine Aussteigerin vom Rand der Gesellschaft an. Im Zentrum des Films steht nach Varda die Reaktion der Menschen, die Mona flüchtig begegneten, auf sie, der Mona-Effekt, den sie ausübte: sie ist ein Katalysator, einer, der andere zu einer Reaktion zwingt

Internationaler Titel Sans toit ni loi

Videoqualität

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
Gut
[ MP4 H264 HD - Stereo 2.0 ]

Cast

  • Sandrine Bonnaire
  • Macha Méril
  • Stéphane Freiss
  • Yolande Moreau
  • Und mit: Joël Fosse, Patrick Lepczynski, Marthe Jarnias, Yahiaoui Assouna, Setti Ramdane, Laurence Cortadellas, Christian Chessa

Credits

  • Regie Agnès Varda
  • Drehbuch Agnès Varda
  • Kamera Patrick Blossier
  • Ton Jean-Paul Mugel
  • Montage Patricia Mazuy
  • Originalmusik Joanna Bruzdowicz
  • Produktion Oury Milshtein
  • Produktionsfirma Ciné-tamaris, Films A2, Ministère de la Culture et de la Communication
  • Rechte Ciné-tamaris

Technische Informationen

  • Ursprungsformat1,66
  • Format35 mm
  • OriginaltonMono
  • Produktionsjahr1985
  • Erstaufführung27.11.1985
  • LängeSpielfilmlänge
  • FarbtypFarbe
  • SpracheFranzösisch

Auszeichnungen

Der Film gewann 1985 in Venedig den Goldenen Löwen. Sandrine Bonnaire erhielt für ihre schauspielerische Leistung 1986 ihren zweiten César als beste Hauptdarstellerin und feierte mit dem Film ihren internationalen Durchbruch, der ihr unter anderem auch den Darstellerpreis der Los Angeles Film Critics Association einbrachte. 

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